Systematische Theologie
Dogmatik, Ethik und ökumenische Theologie
Dogmatik, Ethik und ökumenische Theologie
Professor
Dogmatik, Ethik und Ökumenische Theologie
Die Systematische Theologie bildet eine der wichtigsten Säulen des orthodoxen Theologiestudiums und steht in lebendiger Wechselwirkung mit den anderen theologischen Disziplinen. Sie widmet sich der reflektierten Entfaltung und Darlegung des christlichen Glaubens in seiner dogmatischen, ethischen und ökumenischen Dimension – aus der Perspektive der orthodoxen Tradition.
Im Bereich der Dogmatik werden zentrale Glaubensinhalte der orthodoxen Kirche wie die Trinitätslehre, Christologie, Anthropologie, Ekklesiologie und Eschatologie im Licht der kirchlichen Überlieferung, der Vätertheologie und aktueller theologischer Fragestellungen betrachtet. Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei der Weiterentwicklung theologischer Sprache im Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart.
Die Ethik befasst sich mit der christlichen Lebensführung im Kontext heutiger gesellschaftlicher Herausforderungen. In der Auseinandersetzung mit Fragen wie Bioethik, sozialer Gerechtigkeit, Umweltethik oder Menschenrechten werden orthodoxe Positionen entfaltet und in den interdisziplinären Diskurs eingebracht. Dabei wird auch der Beitrag der
asketischen und spirituellen Traditionen der Ostkirche in ethische Fragestellungen integriert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der ökumenischen Theologie, die den theologischen Dialog mit anderen christlichen Konfessionen fördert und vertieft. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und Unterschiede zu reflektieren. Der Lehrstuhl ist im Rahmen des Zentrums für ökumenische Forschung (ZöF) der Ludwig-Maximilians-Universität München aktiv und vertritt dort die orthodoxe Theologie. Durch gemeinsame Lehrveranstaltungen mit den entsprechenden Lehrstühlen der Katholisch-Theologischen Fakultät und Evangelisch-Theologischen leistet er einen nachhaltigen Beitrag zum
wissenschaftlichen Dialog zwischen den Konfessionen.
Die Lehrveranstaltungen vermitteln neben systematischen Inhalten auch methodisches "Werkzeug" zur theologischen Reflexion, Argumentation und zur kritischen Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft. Der Lehrstuhl versteht sich als Raum des Dialogs – zwischen Theologie und Lebenswelt, Ost und West, Vergangenheit und Zukunft.